Als Kind war ich ganz versessen aufs Fernsehschaun. Manchmal, und das galt schon fast als abartig, hatte ich mehr Lust einen Abenteuerfilm zu sehen, als mit meinen Kumpels im Wald herumzustreunen. Wurde es zu viel, nannten mich die Eltern „Fernsehauge“. Ein Bekannter hatte tief dunkle Ränder unter den Augen, und alle waren überzeugt, dass das vom vielen „Glotzen“ kam. Fernsehauge eben.
Mein Sohn hat dagegen kaum Interesse an der guten alten Flimmerkiste. Aber am Computer. Das geht so weit, dass ich manchmal – nein, nicht Computerauge – rabiat die Tastatur einkassiere und sage, er soll sich „real“ mit seinen Freunden treffen. „Und wie soll das bitte gehen, ohne Computer?“ Nach ausführlichen Diskussionen nimmt er dann so ein Gerät mit kleinen Tasten in die Hand und einen Rundruf. Das Ergebnis: Keiner will sich mit ihm treffen. KEINER von acht! „Wir treffen uns doch online, das ist doch genauso gut“, sagt er. „Und überhaupt, ich bin der einzige, der nicht ständig on ist! Willst du mich zum Außenseiter machen?“ Frage ich andere Eletrern, siehts dort nicht besser aus. Zumindest bei den Jungs. Sie sind alle ständig on, geben ihre Hobbys auf und leben in virtuellen Welten. Sie sind auf WKW, auf Facebook, Schüler-VZ, machen online-Spiele, chatten oder breiten sich in Foren aus. Und ganz wenige Twittern „sogar“. Sind immer und überall erreichbar. Bei unseren Diskussionen kommt immer häufiger „Daddy, du bist doch jetzt auch dauernd on. Warum soll ich dann nicht ….?“ Ein bisschen Recht hat er schon. Auch mich beginnt der Computer mehr und mehr zu verschlingen. Und ehrlich gesagt, es macht mir Spaß. Was mich interessiert: Wie geht es euch? Sind ihr auch auf Facebook? Twittert ihr? Lasst es mich wissen.
Ich sags auch keinem weiter.









Ich bin auf Facebook, auf XING, LinkedIN, wkw (ich nenne es spasshalber das Facebook für Arme) und bin auch sehr viel “on”. Eigentlich zuviel. Ich warte schon auf die Schilder eines Psychotherapeuten, dass er auch Internet-sucht-Therapie anbietet, zusätzlich zur Partnerschaftstherapie *lach*
Allerdings lebe ich hier auch ein bischen im Exil und das Internet ist meine Verbindung zu meinen alten und auch neuen Freunden und viele der Freunde kennt man sogar “nur” aus dem Internet. Und das Internet ist auch die Informationsquelle für News, Neuigkeiten und Adressen, Karten, Wegbeschreibungen. Und last but not least geht man sogar im Netz einkaufen …
Da fällt mir grad was ein … muss mal kurz in den Laden “nebenan” *klickklick*
Ach so, Twittern mache ich nicht. Ich denke, Twittern eignet sich prima für Leute, die eine “Ein-Weg-Kommunikation” bevorzugen oder für die es geeignet ist. Promis benützen dieses Medium. Ich denke, fürs Twittern habe ich keine richtige Anwendung …