Mit meiner Pferdeliebe stehe ich hier wohl stellvertretend für unzählige andere Frauen (und Tierärztinnen). Angefangen zu Reiten habe ich mit neun Jahren auf einem Schulpferd. Heute züchte ich leidenschaftlich Knabstrupper.
Von Daniela Hofmann
Ich wollte immer ein eigenes Pferd, es war so eine Sehnsucht, die viele viele Mädchen teilen. Aber wir hatten leider nicht genug Geld. Irgendwann bekam ich von meinem Vater eine alte Kaffeedose gebastelt, in der ich für ein eigenes Pferd sparen sollte. Das tat ich. Mit wenig Erfolg allerdings. Ich musste lernen, dass man verdammt viele Zeitungen und Blättchen austragen muss, um sich ein Pferd leisten zu können! Mehr jedenfalls, als ein kleines Mädchen tragen kann. Als ich vierzehn wurde, trug mein endloses Gequengel endlich Früchte: Meine Eltern kauften mir ein altes Schulpferd. Bundy, eine irische Fuchsstute. Mein erstes eigenes Pferd! Ich erinnere mich noch heute, wie glücklich und dankbar ich war. Es folgten unzählige Turniere in halb Deutschland (zu denen mich meine armen Eltern fahren mussten). Später wurde ich in den Hessischen Pony-Kader aufgenommen und ritt sehr erfolgreich Spring-Turniere.
Mein nächstes Pferd war Doreen. Mit ihr sattelte ich dann um auf Vielseitigkeits-Reiten. Ein glücklicher Zufall: Mein Mann Henrik fand in Ostfriesland eine Assistentenstelle als Tierarzt und ich fand hier ein El Dorado für „Buschreiter“ mit optimalen Trainingsbedingungen und besten Reitlehrern vor. Doch ganz allein war ich nicht mit meiner Pferdeliebe. Am Ende ihres Lebens wollte Henriks liebe Oma ihrem Enkel etwas „Bleibendes“ schenken. Was lag da näher als ein Pferd? Ihm hatten es braune Araber und gepunktete Pippi-Langstrumpf-Pferde angetan. Was wir fanden war eine wunderhübsche Stute – halb Araber, halb Knabstrupper. Miko!
“Mit zunehmender Kinderzahl und Gründung einer eigenen Praxis ließ zum Glück der Spaß an der Vielseitigkeit nach”, schreibt Henrik in einem seiner Bücher*. Wer einen Ehepartner hat, der sich diesem “Kamikaze-Sport” widmet, weiß wovon er spricht. Ich also nicht
.
Heute mit drei Kindern und eigener Praxis bleibt natürlich kaum mehr Zeit fürs Reiten. Wir fanden durch Zufall den Knabstrupper-Hengst „Rafael von Paquera“ und eine weitere Stute mit guter Abstammung. Und so sattelte ich um zur Pferdezüchterin mit “Vision”. Jeder Knabstrupper-Züchter hat seine eigene Vision, wie „sein Knabstrupper“ aussehen soll. Den einen geht es darum, ein buntes Sportpferd zu züchten, die anderen streben ein reines Freizeitpferd an. Mein Ziel ist der „Original-Knabstrupper“ – mit mittelgroßem Rahmen (150 bis 160 cm Stockmaß), umgänglich, rittig und am liebsten bunt. Die Pferde sind für alle Sparten der Reiterei geeignet – am besten natürlich zum Barockreiten und als Freizeitpartner.
Rafael von Paquera
Ich habe gerade meine Homepage aktualisiert, dort erfahrt ihr mehr. Und es gibt viel Neues! Bei:
http://www.knabstrupper-vom-isseltal.de
Zum Beispiel haben wir einen neuen Hengst, er heisst “Pepe” – und wir haben ein paar Pferde zu verkaufen. Bitte besucht mich!
Pepe!
* Die Leidenschaften der Tierärzte, von Henrik Hofmann, vetrpress.de











Eine schöne Geschichte! Ich finde es immer interessant zu hören oder zu lesen wie Menschen zu ihrem ersten Pferd kamen.
Das waren aber zuerst Pferdchen, Shettys für die Kinder mit denen ich dann Sulky fuhr. Erst später kam dann auch etwas zum reiten für mich.
Es waren sehr schöne Jahre . Meine Kinder sind mit den Ponys groß geworden, wir machten viele tolle gemeinsame Ausritte.
Ich hatte den Wunsch auch schon seit frühester Kindheit konnte ihn mir aber leider erst im Alter von 30 Jahren verwirklichen.
Heute sind die Ponys in Rente und ich habe aus verschiedenen Gründen auch kein Pferd mehr. Aber ich möchte diese schönen Jahre nicht missen!
Eure Knapstrupper gefallen mir ! Viiel Spaß noch mit euren Hottis!
L.G. Anja
Hab gerade nochmal geguckt. Die Ronja ist ja ne süße Maus. Könnte mir gefallen!
L.G. Anja
na, dann mal los;-))
Nein! Nein! Hier kommt kein Pferd mehr ins Haus ….:) nun haben wir ja ein Diva Pony !
L.G. Anja