Im Namen der Fußball-EM 2012 in der Ukraine (und Polen) wird seit Wochen eine “Säuberungsaktion” gegen Strassenhunde durchgeführt. Tierschutzverbände sprechen von 250tausend Hunden, die niedergemetzelt werden.
Am 17. Dezember riefen die Initiative Aktion Fairplay Frankfurt und der Landestierschutzverband Hessen zur Mahnwache am Eisernen Steg in Frankfurt auf. Dem Aufruf folgten einige hundert Hundefreunde bei eisigem Wind und Regen.
“Die UEFA stellte 600 Millionen Euro für den Stadion-Umbau in Kiew bereit, trotz der schrecklichen bekannten Umstände für Kastrationen der Straßenhunde jedoch nur 8,500 Euro”, so die Tierschutzinitiative. “Olympia 2004 in Athen war dafür bereits ein trauriges Mahnmal, damals wurden tausende Tiere im Vorfeld der Spiele getötet.”
In vielen südosteuropäischen Ländern sind Strassenhunde ein großes Problem. Sie können sich unkontrolliert vermehren, sind gelegentlich in Rudeln für Mensch und Tier eine Gefahr und übertragen Krankheiten. Tierschützer fordern deshalb, mehr Geld für Kastrationsaktionen und Tierheime bereit zu stellen. Der Tierschutz wird leider mit geradezu lachhaften Summen abgespeist….
Wie in jedem anderen europäischen Land steht auch in der Ukraine Tierquälerei unter Strafe. Doch können herrenlose Tiere, bei denen der Verdacht auf ansteckende Krankheiten besteht, eingeschläfert werden. “Auf diesen Gummiparagrafen berufen sich private Hundefänger, die für jedes “liquidierte Tier” eine Prämie bekommen”, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dass deutsche Tierschützer in Kiew die Umrüstung von Krankenwagen in ambulante Operationswagen für Tier-Sterilisierungen fordern, löse in dem Land, in dem die medizinische Grundversorgung für Menschen miserabel sei, nur Kopfschütteln aus.
Mittlerweile wurden auch Sponsoren wie Adidas und Coca-Cola stark unter Druck gesetzt. Sie investieren in die EM hunderte Millionen Euro. Ob da nicht ein Teil für den Tierschutz abgezweigt werden kann?
Weitere Infos:
http://aktion-fair-play.jimdo.com/
















