Kennt ihr das, dass euch eure Tiere anstarren? Ich hatte einen Hund, der konnte so intensiv starren, dass ich morgens davon aufgewacht bin. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sondern zurück starren!
Sucht mich morgens jemand, bin ich schnell enttarnt. Hunde und Katzen sitzen einträchtig vor dem Bett, in meinem Bett und um mein Bett herum. Sie demonstrieren eine Gelassenheit, die jeden Yoga-Praktiker neidisch werden lässt. Doch das ist nur Schein. Hebe ich ansatzweise ein Augenlid, bricht Bahnhofsatmosphäre aus. Alle rennen durcheinander, fiepen, stupsen, hüpfen: “Jippie, endlich steht er auf!” Futterzeit. Bin ich hier der Dosenöffner, oder was?, denke ich manchmal etwas genervt … Ja, schon. Aber – so tröste ich mich - nicht nur.
Während die Möpse sich nach dem Frühstück aufs Ohr legen, behält mich der Jagdhund auch weiterhin im Blick. “Mona” möchte mit in die Praxis: Stationstiere behandeln, sich pflegen lassen, auf Hausbesuch fahren – und wenn Zeit ist auch spazieren gehen. Oder wenn jemand sich dem Fenster nähert aufspringen und bösartigst ihr Revier und vor allem mich verteidigen. Fritz der Kater passt auf, dass ihn kein (zweibeiniges, 18 Monate altes) Raubtier erwischt.
OK. Ich bin nicht nur Dosenöffner, sondern auch Beschützer, Freund, Heiler – und Zentrum ihrer Welt. Macht weiter Leute, der Tag kann beginnen:-)








