Die Igelzeit hat wieder begonnen. Doch neben der Sorge ums Tier sollten Igelfreunde auch die eigene Gesundheit im Auge behalten: Igel können Krankheiten übertragen – ohne selbst Symptome zu zeigen.
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Tierärzte vom Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart warnen vor der Ansteckung mit Hautpilzen. Igel seien nicht selten Träger des Erregers ohne selbst deutliche Symptome zu zeigen. Vor allem durch in Pflege genommene Tiere könnten sie auf den Menschen übertragen werden. Nachweisbar sind Infektionen mit Hilfe labordiagnostischer Untersuchungen. Während Hautpilzerkrankungen, die vom Tier übertragen worden sind, beim Menschen entzündliche Hautveränderungen verursachen, zeigen Tiere, die die Infektion übertragend, oftmals keine klinischen Anzeichen einer Dermatophytose. Komme es zur Ausbildungklinischer Symptome, so die Stuttgarter Tierärzte, seien diese bei Mensch wie auch beim Tier im klassischen Falle durch die sogenannte Ringflechte charakterisiert. Beim Igel beobachtet man schuppige, krustige Hautveränderungen mit weißlichen Belägen vor allem im Kopfbereich, an den Ohren und auf der Nase. Daneben sind leicht ausziehbare Stacheln typisch. Die Ausprägung der Entzündungserscheinungen kann sehr unterschiedlich sein. Dermatophytosen sind durch konsequente äußerliche Anwendung behandelbar. Bei Hautveränderungen der Pfleglinge sollte deshalb stets an eine Infektion mit dem Igel-Hautpilz gedacht werden. Zur Vorbeuge sind das Tragen von stachelsicheren Handschuhen, sorgfältige Handhygiene und regelmäßiges Säubern und Desinfektion des Igelnestes wichtig.
In unserer Praxis haben wir schon mehrfach Kinder mit Pilzinfektionen gesehen, die von Tieren stammten. Also: Vorsicht!
Dr. Henrik Hofmann
http://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=8&ID=1312&Pdf=No








Ich pflege jedes Jahr Igelkinder, die es nicht über den Winter schaffen würden. Auch Ende Oktober 2010 haben sich wieder zwei 200-g-Igelchen bei mir zur Pflege eingefunden. Mit dem Igelpilz “infiziert” habe ich mich am 31.12.2010, als ich erneut wegen dem nicht weggehenden Milbenbefall (war unsere Vermutung) mit den Igelkindern bei der Tierärztin war.
Ein paar Tage später ging es los, die Stelle am kleinen (gepicksten) rechten Finger entzündete sich und unter der Haut waren wie kleine Einstiche zu sehen. Nachdem ich im Internet gegoogelt hatte, fand ich Gott sei Dank einen Artikel zum Igelpilz. Die Symptome passten bei mir und auch bei den Igelkindern. Juchhu, mir kann geholfen werden; dachte ich. Nachdem es also nicht besser wurde, ging ich am 06.01. zum Vertretungsarzt meines Hausarztes. Beim Arzt packte ich den Artikel aus und sagte, dass ich mich der Pflege meiner Igelkinder wahrscheinlich mit dem Igelpilz angesteckt habe und nun der gesamte kleine Finger entzündet sei. Er antwortete mir darauf, dass im Internet sowieso nichts brauchbares steht und er solche Ekzeme schon zur Genüge gesehen hätte. Er hat mir Lotricomb-Creme verschrieben, die sollte innerhalb weniger Tage alles ausheilen.
Tja so war es aber nicht!!! Es wurde nicht besser und nach über einer Woche ständigen Cremens rief ich dann bei der Hautärztin wegen einem Termin an. Der sollte Mitte Februar sein, da ich aber bärmelte, dass bis dahin mein kleiner Finger vom Igelpilz abgefallen sei, bekam ich für den 25.01. einen Termin. Dieser Termin war sehr ernüchternd. Mittlerweile war nicht nur mein kleiner rechter Finger betroffen, sondern auch ein Teil meiner Handinnenfläche und leider hatte sich diese neue Stelle auch noch entzündet. Als ich der Hautärztin nun diesen Igelpilzbericht vorlegte, blickte sie kurz darüber und wurde sehr böse und schnauzte, dass “im Internet nur Scheiße stehe”. Und sie mache ihre eigene Diagnose und wenn mir das nicht passt, gäbe es noch genügend andere Hautärzte. Ich war wirklich sprachlos, aber die Symptome (Jucken, Schmerzen, nächtliches Aufwachen durch diese) liesen mich am Stuhl festkleben und weiter auf Hilfe hoffen. Sie sagte dann rigoros, dass sei kein Pilz und tippte weiter in ihrem PC. Ich machte sie dann auch auf die entzündete Stelle aufmerksam, weil die auch seit zwei Tagen riechen würde (habe mir immer schön die Hände gewaschen!). Sie sagte mir dann, dass ich mir in der Apotheke Jodsalbe kaufen (alles dick einschmieren und eine Mullbinde drummachen) und in einer Woche zum Kontrolltermin kommen sollte. Wieviel Mullbinde sollte ich denn da bitte nehmen? Ich meine, meine Hand war schon ein einziges Pflastermeer, weil ich den anderen Leuten den Anblick ersparen wollte. Sie fragte noch, ob ich arbeite und ich sagte ihr daraufhin, dass ich nicht krankmachen könne, weil ich dringend gebraucht werde. Sie meinte dann, ich solle mir aber immer wieder Ruhe gönnen. Naja ich bin dann eben wieder auf Arbeit gegangen und dachte, es wird schon besser werden. Die Nacht war die schlimmste überhaupt. Ich habe mich gescharrt und meine Hände standen in Flammen, ich habe vor Schmerzen geheult. So schlimm war es die Nächte vorher nicht.
So bin ich am 26.01. früh zu meinem Hausarzt und habe ihm gesagt, dass Terbinafin dura-Tabletten und Ciclopirox-Salbe bei einer befreundeten Igelmama geholfen hätten (hatte mich nämlich im Igelforum mit einer betroffenen Igelhalterin geschrieben). Den Bericht vom Igelpilz lies ich auf Anraten der Arztschwester in meiner Tasche. Er schaute sich meine Hände an und sagte, er habe sowas zwar noch nicht gehört, aber es müsse was gemacht werden. Und wenn es anschlagen würde, wäre es ja gut für mich. Ich hab dann ab Mittwoch schön die Tabletten und die Salbe genommen, irgendwie wurde es aber nicht sichtbar besser. Dann am 28.01. ein Anruf von der Hautärztin, der Befund vom Bakterium (schwerwiegende bakterielle Entzündung) sei da und ich sollte am 31.01. sofort früh in die Sprechstunde kommen. Und bis dahin schön mit Jod einschmieren und immer Mullbinde drum. Niemanden und nichts anfassen außerdem. Als ich sagte, dass der Igelpilz jetzt auch meine linke Hand befallen hätte, sagte sie “das ist kein Pilz!!!” und meinte ich solle noch heute in die Notfallambulanz, sie würde dort Bescheid sagen, was die machen sollen. Ich bin dann also nichtsahnend dort hingegangen, musste nochmal 10 Euro Praxisgebühr zahlen, weil kein Überweisungsschein vorlag. Und dann bekam ich eine nette Standpauke, es wären massenhaft Streptokokken aureus gefunden worden und ich sei hoch ansteckend. Und ich wäre unverantwortlich mit der Gesundheit von anderen umgegangen (für Alte, Kinder und chronisch Kranke könnte ich der Tod sein), weil ich mich nicht habe krankschreiben lassen. Und solche Krankheitsfälle würden sie sonst wieder hochkant rausbugsieren und ein Desinfektionstrupp durch die Räume schicken. Es sagte aber auch, dass das Pustelbild eher nach Pilz aussieht und ich solle die Medikamente weiternehmen und am 31.01. gleich zu meinem Hausarzt wegen Antibiotikabehandlung. Öfters die Hände waschen und die Papierhandtücher gleich verbrennen, außerdem keine Handschuhe und keine Mullbinde (ich bin nämlich mittlerweile auf weiße Baumwollhandschuhe, die ich jeden Tag auskoche und wechsel, umgestiegen, einerseits damit die Salbe einwirken kann und andererseits damit niemand meine Hände sieht) und niemanden/nichts anfassen. Na wenigstens da waren sie sich einig. Meine rechte Hand war sowieso nicht mehr zu gebrauchen, aber so dämlich war ich auch nicht, jemanden mit Absicht anzufassen. Auf Hygiene achte ich schon immer penibel und die letzten Tage hatte ich sogar beim Waschen usw. immer Latexhandschuhe an. Naja…
Gestern war ich nun beim Hausarzt und der sagte mir, dass die Hautärztin am 28.01. bei ihm angerufen habe, dass ich stationär aufgenommen werde wegen der Streptos. Ich dachte, ich muss explodieren (ich bin explodiert). Ich sagte ihm dann auch, dass nicht nur meine Hände sondern auch meine Fußsohlen betroffen wären. Er hat mir nun Cotrimforte-ratiopharm (Antibiotika), Lora-ADGC (Antiallergikum) und Chinosol (Tablette zum Ansetzen von Lösung) zusätzlich verschrieben und mich für die gesamte Woch aus dem Verkehr gezogen. Die Hände sehen nun nach einem Tag besser aus, die furchtbar entzündeten Stellen heilen irgendwie ab, aber es entstehen trotzdem nach wie vor neue juckende Pilzherde, auch leider an meinen Füßen.
Nun muss ich noch zwei Tage warten, am 03.01. ist der Kontrolltermin bei der Hautärztin. Ich glaube nicht, dass die mir helfen kann/will. Aber am Freitag 04.01. bin ich zum Nachtermin bei meinem Hausarzt, vielleicht kann der mir sagen, wann das Pilzwachstum aufhört. In die Hautärztin hab ich echt kein Vetrauen mehr. Außerdem rübt mich das Nichtstun (bloß nichts anfassen) echt an. Aber wie soll man Essen, fernsehen etc. ohne etwas anzufassen??? Mein Freund hat mir am Wochenende immer toll geholfen, aber nun geht er ja wieder auf Arbeit.
Und was sagt uns das? Ich mag Pilze – zum Essen, aber nicht auf/in der Haut. Ich bin extrem pilzfreundlich und deshalb werden Igelkinder ab sofort nur noch mit Handschuhen angefasst.
Hilfe mein Kind 14 Jahre alt hat seit 2 Tagen Durchfall und er fühlt sich ziemlich schlecht.Ich war mit ihm bisher noch nicht beim Doktor es ist ja “nur” weicher Stuhl, bin mir aber immer unsicherer es könnte ja das EHEC Darmvirus bedeuten. Wie würdet ihr reagieren zum Arzt oder direkt ins Krankenhaus?? Das Virus soll ja nur bei erwachsenen Menschen in Erscheinung treten und dazu kommt es, dass wir in Saarland wohnhaft sind und es bishernur im nördlichen Teil Deutschlands in Erscheinung getreten ist. Bitte um baldige Antwort.
Ist wohl mehr was für den Hausarzt als für den Menschenarzt?