Der Mops, ein bellendes Meerschweinchen

„Der Mops stammt vom Meerschweinchen ab“, sagt Roman Geyer. „Diese, von mir aufgestellte Theorie, ist wissenschaftlich unumstritten.“ Und: „Ich werde sie demnächst beim Europäischen Patentamt eintragen lassen.“

Ein Gastbeitrag von Roman Geyer aus Lich. Bilder Henrik Hofmann

Letztendlich ausschlaggebend für den Durchbruch war der Beweis, dass die Laute der Möpse denen des

Mops im Sprachlabor

Mops im Sprachlabor

Meerschweinchens gleichen. Phonetische Messungen in einer universitären Einrichtung haben gezeigt,dass die Tonlage des grunzenden, leicht schlürfenden Mopsgemopsels identisch ist, mit den rötelnden Schlupslauten der Anden-Nutztiere.

 

Aus den Aufzeichnungs-Protokollen: Schlurgguffnuargrrutzschlu (Mops), Schlurgguffnuargrrutzschll (Meerschweinchen).

Die einzige tonale Differenz entstand, weil das Test-Meerschweinchen zwecks Mutation in einen Sonntagsbraten am Ende der Test-Reihe gemeuchelt wurde.

Nur rudimentär tritt beim Mops zum Vorschein, dass Molosser bellen konnten. Der Mops ist mehr Meerschweinchen als Hund. Der Mops ist sehr stolz darauf, Bellen auf der VHS als Fremdsprache perfektioniert zu haben. Ein irreparabler Akzent weist ihn aber als Migranten in der gesamten Hundewelt aus.

Weder vom Meerschweinchen, noch vom Mollosser hat der Mops seine angeborene Schwäche in den

Es ist nunmehr wissenschaftlich eindeutig bewiesen, dass der Mops vom Meerschwein abstammt.

Augenlidern. Zwischen temporären Schlurgguffnuargrrutzschlu-Attacken fallen ihm ganz natürlich immer wieder die Augen zu. Der Mops muss mindestens 20 Stunden am Tag seine Augen geschlossen halten. Ein Nachweis in Verbindung mit körperlichen Tätigkeiten hat sich nicht ergeben.

 

Dieser Nachweis bestand aus zwei wissenschaftlich aufbereiteten Disziplinen. 1. Golfer anbellen auf dem Weg zum Schisslameng und 2. aus dem Rückweg zum Sofa. Testzeit: 376 Sekunden, digital gemessen.

Noch nicht veröffentlichte Studien von mir belegen, dass der Mops in einem früheren Leben eine Stolperfalle war. Wissenschaftlich wird diese Erkenntnis unter dem Namen „Mitten-Mang-Syndrom“

Der Mops- woher stammt seine angeborene Schwäche in den Augenlidern?

benannt werden. Auch dies steht zur Patentierung an. In der nächsten Ausgabe des „Duden“ wird das Wort neu aufgenommen.

 

Der Mops erkrankt, bedingt durch einen Gendefekt, häufig an einem aus der Humanwelt bekannten Komplex, den kleine Menschen haben. Der Mollosser-Einfluss ist hier unverkennbar. Möpse führen sich liebend gerne auf, als wären sie Hunde. Hierbei handelt es sich eindeutig um einen Gen-Defekt.

Der Mops ist in Menschen-Nähe absolut angstfrei. Die Naivität des Meerschweinchens bildet hierbei eine fast perfekte Kombination mit der Körpergröße der Mollosser. Ähnliche Symptome werden sonst nur bei Angehörigen bestimmter Migranten-Gruppen deutlich, die vorzugsweise an sozialen Brennpunkten leben.

Roman G.: Bei Menschen ist zu beobachten, dass sie dem gut gespielten Verhalten des Mops auf den Leim gehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Natwest online banking register der Mops-Forschung ist, dass sogar Sprichwörter auf den Mops zurückzuführen sind. Ein Beispiel von vielen: Hunde, die bellen, beißen nicht. Die allen Kreaturen angeborene Fähigkeit zu beißen, nutzt ein Mops ausschließlich, und hier auch nur sehr bedächtig, bei der Nahrungsaufnahme.

Weit überschätzt wird seine soziale Ader. Der Mops ist nicht, wie bislang gedacht, ein geselliges Tier. Der Mops ist arrogant. Diesen Wesenszug tarnt er perfekt durch überbürdenden Hang zum Sozial-Kontakt. Bei

Menschen ist zu beobachten, dass sie, aus noch nicht erforschten Gründen, dem gut gespielten Verhalten des Mops auf den Leim gehen.

Hunde haben mit einem Mops eher weniger am Hut. Für keinen Hund besteht Grund, ein bellendes Meerschweinchen zu beachten.

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Henrik Hofmann

About Henrik Hofmann

Dr. Henrik Hofmann …. betreibt eine Kleintierpraxis in Butzbach/Hessen. Er ist spezialisiert auf Akupunktur und Schmerztherapie, seine Frau Daniela – ebenfalls Tierärztin – beschäftigt sich intensiv mit Zahnmedizin bei Kleintieren. Dr. Hofmanns spezielle Leidenschaften sind Schreiben und Fotografie. Einerseits auf diesem Blog, daneben aber auch für eine Reihe von Tierhalterzeitschriften und Tageszeitungen. Von ihm erschienene Bücher sind oben unter der Rubrik „Bücher“ beschrieben. www.tierundleben.de