Im Urlaub eine Autopanne? Ganz schön ätzend, könnte man denken. Es sei denn, man ist in der Toskana.
Unser Auto war frisch repariert und eigentlich hätte alles gut sein müssen. Und optimistisch wie ich bin, habe ich das Quietschen der Bremsen – nicht ignoriert, dachte aber, die Selbstheilungskräfte und so. Na, den Gotthard haben sie auch ausgehalten. Aber die Crete Senesi nicht. Aus dem Quietschen wurde ein
Rauschen, das Hinterrad lief heiss. Wir suchten im Industriegebiet von Buonconvento einen Fiat-Händler auf und zeigten ihm die Misere. Er schaltete sofort, fuhr, ein Polizeiauto von der Hebebühne und unseres an die Ameise. “Sehen sie, Signore, blockiert!” Blockat.
Er begann mit einem Kollegen, das Rad zu demontieren. Ein anderes Ehepaar wartete – und er stellte sich als Großtierpraktiker heraus. Die selben Probleme wie in Deutschland, was er da so aus Italien schilderte. Ach ja, damit ich ihm glaube. er öffnete und zeigte mir lachend eine Packung Rektalisierungshandschuhe. (Das sind die, mit denen man Kühen in den Popo fasst.)
Die Reparatur machte Fortschritte, der Mechaniker baute FIAT-Bremsen in den guten VW-Bus ein. Na, ja, was solls.
Mittlerweile kamen ein paar ältere Herren herein. Auch sie hatten ein Problem: Das Schloss ihres Gewehres war defekt. “Blockare?”, fragte ich schlau. Der Bus musste kurz warten, das Leiden der Flinte
war aber schnell behoben.
Was kostet sowas, mögt ihr fragen? 30 Euro plus Material. Fair oder? Ich hab ihm Trinkgeld gegeben. Aus Schuldgefühl, weil ich dachte, uns Gringos hauen die übers Ohr. Nein nein!
Dani: “Haben wir nich noch was zu reparieren?”









Tja, soll vorkommen… aber echt: Glück gehabt, nicht übers Ohr gehauen worden zu sein…
Weiterhin schöne Ferien…
LG
Geneviève